Wiedereinweihung des Großbildes "Die friedliche Nutzung der Kernenergie" von Werner Petzold in Löbichau

Das wohl größte Standbild Deutschlands in freier Landschaft ist installiert. Damit wird das Gesamtkunstwerk „Resurrektion Aurora" um ein weiteres Element erweitert. Am 05. September 2009 erfolgte in unmittelbarer Nähe der Halde Beerwalde die Einweihung des Großbildes „Die friedliche Nutzung der Kernenergie", von Werner Petzold. Das Bild war über Jahrzehnte an einem Gebäudegiebel am Wismut Standort Paitzdorf montiert und ist ein echtes Relikt dieser Epoche. Vor etwa zwei Jahren kam die Idee auf, dieses im Depot eingelagerte Bild in „Resurrektion Aurora" einzufügen, gut passend ins Spektrum der bergbaulichen Vergangenheit über die Gegenwart bis hin zu zukunftsweisenden Visionen - umgesetzt in beeindruckenden Kunstwerken und großräumiger Landschaftsgestaltung. Mit 12 Metern Breite und fast 16 Metern Höhe ist dies das vermutlich größte freistehende Bild überhaupt. Der Standort auf einer Geländeanhebung nahe der Autobahn A 4, Anschlussstelle Ronneburg unterstreicht die Dimension und verstärkt dessen Wirkung. Spektakulär ist das Bild vor allem in seiner inhaltlichen Aussage gemessen an der geschichtlichen Realität und in Bezug auf heutige Sichtweisen. Ausgerechnet 20 Jahre nach der friedlichen Wende im Osten Deutschlands wird ein typisches Beispiel sozialistisch geprägter DDR-Kunst aufgestellt. Der Spannungsbogen ist groß, Differenzen sind vorprogrammiert, Erklärungs- und Diskussionsbedarf sind reichlich gegeben. Landrat Sieghardt Rydzewski umriss seine Sichtweise bei der Einweihung u. a. mit folgenden Worten: „Für mich ist dieses Bild Denkmal, Mahnmal und Kunstwerk zugleich". Dr. Kristin Jahn hat das Projekt beratend und mit kritischen Texten begleitet.

Die Reden zur Wiedereinweihung finden Sie über den Unterpunkt "Reden", links in der Navigationsleiste.